PRAKTISCHE MEDITATION
Der Schwerpunkt liegt bei modernen Meditationsmethoden, wie sie im 20. Jahrhundert der indische Mystiker
Osho und der vietnamesische Mönch Thich Nhat Hanh entwickelt haben. Diese werden
der traditionellen buddhistischen Meditation und der christlichen Kontemplation
(Herzensgebet der Ostkirche) gegenüber gestellt.
An jedem Wochenende wird
während rund vier Stunden (oft auch mehr) meditiert, so dass sich im Verlaufe
der zweijährigen Grundausbildung eine gemeinsame Erfahrung in Meditation von 80 bis 100 Stunden ergibt.
Zusätzlich werden eine Fülle von Kurzmethoden der
Meditation vermittelt mit der Einladung, diese im persönlichen Alltag
auszuprobieren und umzusetzen, insbesondere in Zeiten von Stress und Hektik.
Es wird Wert auf eine Vielfalt der Methoden gelegt. So wird in folgende Methoden
eingeführt: Atisha-Herzmeditation, Chakra- und Mantra-Singen, Devavani,
Dynamische Meditation, Gebet und Herzensgebet, Geheimnis der goldenen Blüte,
Gurischankar, Hatha-Yoga, Kundalini, Lach-Meditation, Mandala, Nadabrahma,
Nataraj, Sufi-Atmen, Vier Himmelsrichtungen, Vipassana, Zazen und Kinhin.
In der Zusatzausbildung zum Meditationslehrer werden tiefgreifende
Meditations-Prozesse in mehrtägigen Retraiten vermittelt. Im Zentrum stehen
Schweige-Retraiten, der Wer-bin-ich-Prozess und die Arbeit an der eigenen Essenz.
MYSTIK DER WELTRELIGIONEN
Nach einem generellen Überblick (1 Wochenende) werden folgende Themen vertieft:
MYSTISCHE SYSTEME DES OSTENS
- Yoga und die Ursprünge der indischen Philosophie (1 Wochenende)
- Das Erwachen des Buddha (Ursprünge des Theravada-Buddhismus) (1 Wochenende)
- Zen, Mahayana- und tibetischer Buddhismus (1 Wochenende)
MYSTISCHE SYSTEME DES WESTENS
- Jüdische Mystik (Chassidismus und Kabbala) (1 Wochenende)
- Christliche Mystik (einschliesslich protestantische Mystik) (2 Wochenenden)
- Islamische Mystik (Sufismus) (1 Wochenende)
ERNEUERER DER MEDITATION IM 20. UND 21. JAHRHUNDERT
- Osho, Thich Nhat Hanh, Dennis Genpo Merzel Roshi, Jon Kabat-Zinn (2 Wochenenden)
An jedem der 10 Themen-Wochenenden des Grundkurses stehen für die geistige und praktische Auseinandersetzung mit der jeweiligen mystischen Strömung drei Unterrichtseinheiten von je neunzig Minuten sowie Zeit für mehrere Meditationen zur Verfügung.
SELBSTERFAHRUNG UND PSYCHOLOGIE DER MEDITATION
Der Selbsterfahrung und Einführung in die Psychologie der Meditation sind 6 Wochenenden zu folgenden Themen gewidmet:
- Einführung in die Meditation; Selbstmotivation und Lernen in der Gruppe
- Gesundheitliche Auswirkungen der Meditation; wie Meditation als Selbsttherapie funktioniert
- Wie meditatives Kommunizieren vom Kopf zum Herzen wirkt
- Die eigene Mitte finden und dem Dialog der inneren Stimmen lauschen
- Die Essenz der Freude
- Beziehung zum Du als Spiegel des Ich
Ziel der Selbsterfahrung ist es, eine bessere Selbstwahrnehmung zu erreichen und die Schatten der eigenen Persönlichkeit, die sich bei längerer Meditationspraxis unweigerlich bemerkbar machen, zu erkennen und zu integrieren.