MEDITATION SCHWEIZ: Inhalte Aufbaustufe

AUSBILDUNG MEDITATIONSLEHRER/-IN

Zeitlicher Umfang
Die Aufbaustufe umfasst 10 Retraiten zu 4 Tagen, verteilt auf 2 Jahre

Inhalt
Intensivausbildung in Meditation und Prozessen der Selbsterfahrung. Ziel: die eigene Seele kennen zu lernen.
Nur wer die eigene Seele, auch die dunkle Nacht der Seele, kennt, wird dadurch befähigt, angehende MeditationsschülerInnen in anspruchsvollen Erfahrungen zu unterstützen.

Ausbildungskonzept
Modern und inter-religiös. Es nimmt "das Beste" aus zeitgenössischen Weiterentwicklungen von ursprünglich christlichen, islamischen, hinduistischen und buddhistischen Systemen.

Ausbildungsziel
Bewusstheit für Authentizität entwickeln sowie Freundschaft und Nachsicht entwickeln:
  1. mit sich selber
  2. mit anderen Menschen als Spiegelbild der im eigenen Inneren wirkenden Kräfte
Befähigung, seelische Entwicklungsvorgänge bei sich und anderen zu erkennen und günstig zu beeinflussen.
Meditation als Praxis festigen und als Faktor der Stabilität entwickeln.

Diplom oder Zertifikat
Die Ausbildung zum Meditationslehrer (insgesamt 4 Jahre) wird wahlweise mit einem Zertifikat oder einem Diplom abgeschlossen. Für das Zertifikat wird der mindestens 80-prozentige Besuch der Veranstaltungen voraus gesetzt.
Zur Erlangung des Diploms gelten überdies die folgenden Bedingungen:
  1. Führen eines Meditationstagebuches.
  2. Periodisches persönliches Gespräch mit einer der beiden Leiterinnen.
  3. Einreichen einer schriftlichen Arbeit. Diese setzt sich wahlweise mit einem Thema der Mystik auseinander oder sie berichtet über eigene Erfahrungen im Rahmen der Meditation. Der Umfang sollte mindestens fünf und höchstens zehn A4-Seiten (normale Schriftgrössen und Zeilenabstand) betragen.
  4. Mündlicher Vortrag von ca. 15 Min. zum Thema vor der Gruppe im Rahmen des Abschluss-Wochenende.


AUSBILDUNGSMODULE

  5. - 8. April 2012 im Zentrum der Einheit Schweibenalp
I Christus entdecken
  Oster-Retreat mit Sundar Robert Dreyfus
   
  Ostern ist das christliche Fest, welches zusammengedrängt in wenigen Tagen uns mit vielen inneren Themen konfrontiert. Darunter: Todesangst, Verrat, Gewalt, Schatten, Ewiges Leben, Auferstehung, geistige Welten, alles Fragen, auf welche wir immer wieder stossen.

In diesen Tagen werden wir anhand der Osterereignisse uns selber besser kennen lernen. Wir betrachten diese 2000 Jahre alte Geschichte vom aktuellen Standpunkt unseres eigenen inneren Jesus, vom Standpunkt des historischen Jesus Christus und vom Standpunkt des zeitlosen kosmischen Christus.

In der Stille, bei Lesungen, im Gespräch, bei Gesang und Tanz, bei Ritualen, in der Natur und zu guter Letzt beim Osterhasen lassen wir das intensive Feld Ostern auf uns wirken und arbeiten bewusst an unseren inneren Zielen.

Es geht hier um einen Weg zur Quelle, zur Seele und zum Herzen! Dies ist die Voraussetzung, uns selbst wirklich bedingungslos annehmen und lieben zu können und dies die Voraussetzung, um zum Du und in die Gemeinschaft zu finden.
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  14. - 17. Juni 2012 im Zentrum der Einheit Schweibenalp
II Die Stille als Lehrerin
  Schweige-Retreat mit Sundar Robert Dreyfus
   
  Die Stille ist eine grosse Lehrerin. Endlich einmal ein paar Tage nur mit und bei mir sein. Bilanz ziehen. Ablegen. Zur Ruhe kommen oder eben noch nicht, da es Hindernisse gibt, die eventuell zu klären sind. Wann wird Stille auch zur Ruhe und zum inneren Frieden?

Diese stillen Tage sind dazu da, um auf einer tieferen Ebene zu erfahren, wer ich bin. Wer bin ich jetzt? Was sind meine Hauptfragen? Wie gehe ich damit um? Was sind meine nächsten Schritte/Ziele/Visionen? Wie komme ich in Ruhe und Frieden? Und wie fühle ich mich, was fühle ich, bin ich mit meinem Herzen verbunden und dem ursprünglichen Geist?

In diesem begleiteten Stille-Retreat wenden wir verschiedene Methoden der Versenkung und Verinnerlichung an: stille Meditation, individuell angeleitete Kontemplation, Spaziergänge in der Natur.

Vier Tage sind kurz. Um nicht mit Unklarheiten in der Anwendung der Methode oder in inhaltlichen Fragen stecken zu bleiben, kannst Du für kurze Sitzungen den Kursleiter aufsuchen.
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  13. - 16. September 2012 im Gwatt-Zentrum
III Das Urvertrauen zurück gewinnen (weisse Essenz)
  Einführung in die Essenz-Arbeit mit Vasumati Hancock
nach den Sufi-Meistern Faisal und Almaas
   
  Die spirituelle Psychologie - oder Essenzarbeit - präsentiert ein neues Verständnis, ja eine neue Landkarte, des menschlichen Bewusstseins. Sie basiert auf alten Einsichten der Sufi-Tradition des mittleren Ostens und ist in der westlichen Welt durch Faisal Muquaddam und A.H. Almaas bekannt geworden.

Die Essenzarbeit baut auf der Einsicht auf, dass die Abtrennung von unserem Sein, von unserem wahren Wesen, der Hauptgrund unseres tiefen Leidens ist. Vollständig sind wir nur, wenn wir unsere verlorene Essenz wieder entdecken und in ihrer Ganzheit leben können.

Im ersten Abschnitt widmen wir uns der weissen Essenz. Sie hat das Vertrauen in uns selbst und andere, die Unterstützung die wir uns selbst und anderen geben können, zum Inhalt.
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  11. - 4. November 2012 im Gwatt-Zentrum
IV Mut zur eigenen Lebendigkeit und Kraft (rote Essenz)
  Fortsetzung der Essenz-Arbeit mit Vasumati Hancock
nach den Sufi-Meistern Faisal und Almaas
   
  Was ist Essenz? Unter Essenz verstehen wir unsere wahre Natur. Gleich einem Diamanten hat sie viele positive Aspekte und Facetten: z. B. Stärke, Liebe, Vertrauen, Frieden, Kraft, Mitgefühl, Freude, Präsenz und Klarheit. Wir wurden mit diesen essenziellen Qualitäten geboren. Sie sind noch immer vorhanden, auch wenn wir sie nicht sehen oder sie verletzt und abgelehnt worden sind.

Die Trennung von der Essenz hat sich in unserer Kindheit vollzogen. Wir gaben sie auf, um uns zu schützen und um die Liebe zu bekommen, die wir zum Überleben brauchten. So entwickelten wir um uns herum den Schutzpanzer der Persönlichkeit - und glauben nun, dass dies unser wahres Selbst sei.

Im zweiten Abschnitt der Essenz-Arbeit widmen wir uns der roten Essenz: dem Mut, zur eigenen Stärke, Kraft und Individualität zu stehen und dem Mut, alte Muster, in denen wir gefangen sind, aufzubrechen.
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  Februar / März 2013 im Gwatt-Zentrum
V Grosser Geist - grosses Herz
  Ein Retreat zur Versöhnung mit unseren inneren Stimmen
   
  Die menschliche Seele ist vielschichtig. In diesem Prozess setzen wir uns mit unseren Teilpersönlichkeiten auseinander (z. B. Visionär, innerer Kritiker, Anerkennung suchendes Kind, verletztes Kind usw.) und holen sie ans Licht. Indem wir unseren Teilpersönlichkeiten Raum und Beachtung geben ("ich bin gross genug, um meine eigenen Widersprüche zu ertragen") heissen wir sie willkommen und integrieren sie. Nicht länger müssen wir uns von ihnen unbewusst und unreflektiert beherrschen lassen.

Mit Hilfe der Methode des Voice Dialogue lernen wir zu unterscheiden zwischen inneren Stimmen, die aus Erfahrungen und Prägungen von aussen stammen und den essenziellen Qualitäten von uns selbst. Wir lösen innere Konflikte, indem jede Stimme in liebevoller und respektvoller Weise ihren Platz bekommt.
Der Prozess des Voice Dialogue ist im modernen Zen-Buddhismus zum "Big Mind - Big Heart-Prozess" weiter entwickelt worden. Es gibt Menschen, die den "Big Mind-Prozess" als die grösste Innovation im Buddhismus seit Jahrhunderten einstufen.
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  April / Mai 2013 im Gwatt-Zentrum
VI Sag mir, wer ist in mir drinnen?
  Ein Retreat zur Begegnung mit uns selbst
   
  Als Voraussetzung für die Arbeit mit Menschen betrachten wir die tiefe und kompromisslose Konfrontation mit uns selbst.

Wer bin ich?
In dem aus dem modernen Hinduismus hervorgegangenen "Wer bin ich?"-Prozess konfrontieren wir uns immer und immer wieder mit der einen Frage "Wer bin ich?" Wir schliessen alles aus, was uns von dieser Frage ablenkt. Nach und nach gelingt es uns zu erkennen, wie sehr wir uns mit Verstand und Gefühlen identifizieren. Und dass wir, wenn wir an der Frage dran bleiben, schliesslich am Ziel ankommen: bei der eigenen Essenz.

In der Auseinandersetzung mit dem Koan "Wer bin ich?" bzw. "Wer ist innen?" werden wir auf uns selbst zurück geworfen. Wir begegnen unseren Schatten, Ängsten, Träumen und Alpträumen. Indem wir sie zulassen und anschauen, dringen wir Schicht um Schicht tiefer zu unserem Wesenskern vor und suchen nach einer direkten Erfahrung unserer Mitte.

Aus dieser Erfahrung der Mitte heraus - die einzigartig und kostbar ist - schaffen wir es, uns selbst und anderen mit Freundlichkeit und Gelassenheit zu begegnen. Wir finden eine innere Weite, wo wir alles so lassen können, wie es ist, und es nicht so haben wollen, wie wir meinen, das es sein müsste. .

"Wer bin ich?" Ganz im Sinne des grossen Hindu-Lehrers Ramana Maharshi suchen wir Antwort auf diese eine Frage, die alle anderen Fragen erübrigt.
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  27. - 30. Juni 2013 im Zentrum der Einheit Schweibenalp
VII Von Hass zu Wahrheit und Frieden (schwarze Essenz)
  Fortsetzung der Essenz-Arbeit mit Vasumati Hancock
nach den Sufi-Meistern Faisal und Almaas
   
  Den Verlust der Essenz, bzw. bestimmter Teile davon (z.B. den Verlust von Freude, Kraft oder Klarheit), empfinden wir als eine innere Leere, als Einsamkeit, Schmerz und als einen sinnlosen Kampf, ein Getrenntsein vom Ganzen.
Wir öffnen uns unseren dunklen Seiten, um durch die Dunkelheit unsere Essenz zurück zu gewinnen. Denn das Ziel unserer Arbeit ist es, all die verlorenen Facetten unseres Seins zurück zu gewinnen. "Werde, was du bist" - nur so können wir der strahlende Diamant werden, der wir wahrhaftig sind.
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  12. - 15. September 2013 im Gwatt-Zentrum
VIII In Freude und Helligkeit leben (grüne und gelbe Essenz)
  Abschluss der Essenz-Arbeit mit Vasumati Hancock
nach den Sufi-Meistern Faisal und Almaas
   
  Wir widmen uns der Stimme des Herzens, die sich in Mitgefühl, Zartheit, Hingabe und Dankbarkeit äussert (grüne Essenz) und die uns erlaubt, in Heiterkeit und Helligkeit zu leben (gelbe Essenz).
Gewinnen wir diese Aspekte unserer Essenz zurück, so entsteht Ganzheit und eine Freude, die heilt und uns in einen Zustand von Integrität versetzt.
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  Oktober / November 2013 im Gwatt-Zentrum
IX Im Schweigen das eigene Sein finden
  "Sitting silently"-Retreat mit Ramateertha Doetsch
   
  Vielleicht kennst du das: Heute gute Vorsätze - und morgen bist du wieder der/die Alte. Trotz tiefer Einsichten, dem Abwerfen von Ballast und einem Verständnis dafür, wie deine Seele funktioniert, holt dich das Netz der Gedanken ein und nimmt dich wieder gefangen. Für einen Moment hast du Abstand gewonnen, aber dann verlierst du dich im Alltag und fängst wieder an, "Probleme" zu lösen.

In diesen Tagen folgen wir einer ganz einfachen Struktur: Eingebettet in die täglichen Meditationen bestehen die Sitzungen aus "silent sittings". Ergänzt wird das stille Sitzen durch Sharings, d.h., es gibt die Möglichkeit, über das, was sich auf der Leinwand des inneren Auges abspielt, zu sprechen. Im Formulieren und Aussprechen erkennen wir an, was ist, und gewinnen dadurch mehr Klarheit und Freiheit. Zwischen den Meditierenden entsteht ein Gleichklang, der diesen Prozess unterstützt und intensiviert.
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  Januar / Februar 2014 im Gwatt-Zentrum
X Abschluss
  Schluss-Retreat
   
  Der letzte Block dient dem Abschluss der Ausbildung und dem Vortragen der Diplomarbeiten.